Grenada – das Schoki-, Rum- und Muskatnuss-Paradies

Yoah men, eeeasy!

Wir sind in der Karibik…wir sind wirklich, tatsächlich bis in die Karibik gesegelt. Und als wäre das nicht schon unglaublich genug, sind wir nach 2 ½ Wochen Atlantiküberfahrt in einem wirklichkeitgewordenem Südseeparadies angekommen. Grenada, Prickley-Bay, was für ein Traum! Es dauert noch ein paar Tage, bis wir so richtig realisieren, wo uns die 2.200 sm über den Ozean geführt haben. Noch vor einem Jahr haben wir so manchen nasskalten Abend in Deutschland davon geträumt, haben uns ausgemalt, wie der Landfall wohl sein wird. „Kannst du dir das vorstellen, morgens in einer türkisblauen Ankerbucht aufzuwachen, dem Wiegen der Palmen zuzuschauen, bunten Fischen noch vor dem Frühstück hinterher zu tauchen…“ Und genau das tun wir jetzt, was für eine Belohnung nach der anstrengenden Passage über den Atlantik, was für ein Geschenk!

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Auf der Passatwindroute über den Atlantik

Mit der Atlantiküberquerung auf der Passatwindroute steht uns jetzt zum Jahresende die wahrscheinlich längste Etappe der gesamten Runde über den Nordatlantik bevor. Beständige Winde aus NO mit 15 – 25 kn ermöglichen in den meisten Fällen eine entspannte Überfahrt zwischen Dezember und März. Häufig auch als Barfußroute bezeichnet, wird sie von vielen Seglern auf Langfahrt daher als die schönste im Sinne von sorgen-freiste Strecke zwischen Europa und der Karibik beschrieben. Sehnsuchtsroute auf historischen Breiten wenn man so will, denn schon die ersten Seefahrer nutzten genau diese Passatwinde um von Europa aus die neue Welt zu entdecken. Für Blauwasser-Segler ist sie bis heute das Tor zu den Traumrevieren mit so verheißungsvoll klingenden Namen wie Carriacou, Tobago Cays, Barbados, Saba, Virgin Gorda, St. Martin, …

Unsere Atlantiküberquerung wird von Mindelo reichlich 2.200 sm (ca. 3.500 km) bis nach Grenada ganz im Süden der Windward Islands, der „Inseln über dem Wind“, führen. 18 – 24 Tage, so unsere Schätzung, in denen sich unser Bewegungsraum auf die 35 ft von Selene konzentrieren und die gigantische Weite zwischen den Kontinenten mit jedem Tag auf See zu spüren sein wird.

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Sao Vincente und Sao Antao – die Lebhafte und die Atemraubende – Kap Verden Teil 4

Ola! Bom Tarde! Hello! Salut! Servus! Ciao! aus Mindelo,

der Hafenstadt, welche die gesamte Insel Sao Vincente prägt. Sehnsuchtsort, Hot-Spot und Sprungbrett über den großen „Teich“ in Richtung Karibik für unzählige Segler. Wir erreichen die große weite Ankerbucht im Nordwesten der Insel am Nachmittag des 18.12. Wie erwartet haben wir die 25 Meilen von Santa Lucia anfangs gegen den Wind nur mit Unterstützung des Perkins geschafft. Die kabbelige See, dazu der straffe und böige Wind um die 20 -30 kn machten nicht unbedingt Lust darauf, in dem engen Kanal mit ungenauen Seekarten aufzukreuzen. Entlang der Nordküste bis in den Canal de Vincente hat uns die atlantische Dünung unter Segel nochmals gut durchgeschaukelt und wir konnten die immer größer werdende Siluette von Santo Anto bewundern. Schon jetzt sind wir uns einig, dass wir wenigstens ein, besser zwei, Tage auf der Nachbarinsel von Sao Vincente verbringen wollen.

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Sao Nicolau – die Unberührte – Kap Verden Teil 3

„Feliz Natal“ liebe Leser!

Heute ist schon der 23.12. – morgen ist Weihnachten und wir sitzen bei angenehmen 24°C gegen 21:00 Uhr im Hafen von Mindelo. Die letzten Tage auf Sao Vincente waren schon wieder so erlebnisreich, dass es einige Mühe bereitet, die Eindrücke der zuvor besuchten Inseln Sao Nicolau und Santa Lucia zu Papier (zu Internet) zu bringen. Wobei … unsere Überfahrt von Boa Vista nach Sao Nicolau werden wir so schnell nicht vergessen!

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Boa Vista – Insel aus Sand – Kap Verden Teil 2

Von Palmeira kommend erreichen wir Boa Vista nach ca. 7 Stunden Überfahrt. Ziel ist die weite Ankerbucht vor Sal Rei. Leider fehlt uns auch zu dieser Insel genaueres Kartenmaterial und so müssen wir uns auf Angaben von Seglern in diversen Internetbeiträgen verlassen. Vor Sal Rei liegt die kleine Ilhéu de Sal Rei, der Bereich zwischen der Insel und dem Festland ist nur unzureichend genau kartographiert und so scheint uns die Durchfahrt doch etwas heikel. Geankert werden kann zum einen direkt vor dem Hafen von Sal Rei, allerdings wird im Ankerfeld vor einigen größeren Wraks gewarnt. Der zweite Ankerplatz liegt südlich der Ilhéu de Sal Rei vor dem weitem Sandstrand der Praia de Estoril, ca 0.5 sm vom Strand entfernt. Es ist schon später Nachmittag als wir die Nordwestspitze Boa Vistas erreichen und es ist noch eine knappe Stunde Fahrzeit. Die Ilhéu de Sal Rei zu umrunden wird auch nochmal ein paar Minuten dauern aber uns scheint das südliche Ankerfeld sicherer zu sein. Bei Sonnenuntergang fällt der Anker auf ca. 4 m Tiefe im türkisblauem Wasser, die letzten Sonnenstrahlen tauchen die Westküste mit ihrem unglaublich langen hellen Sandstrand und die farbenfrohe Kulisse Sal Reis in ein warmes weiches Licht, so stellt man sich einen Traumstrand vor.

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Insel Sal – Kap Verden Teil 1

Bem venido a Palmeira!

„Herzlich willkommen in Palmeira“ … so begrüßt uns der Zollbeamte am Tag nach unserer Ankunft in seinem kleinen muffigen Büro. Die Anmeldung bei der Hafenpolizei (policia maritima) hatten wir ja gestern schon erledigt, nun also noch Zoll und Einreiseformulare unterschreiben und unser erster Stempel prangt für 5 € (für uns beide) im Reisepass. Unsere Befürchtungen in Bezug auf Einfuhrkontrollen waren völlig unbegründet. Lediglich unser letzter Hafen und das nächste Ziel sind für die Einreise von Belang. Nach wenigen Minuten sind sämtliche Formalitäten erledigt und wir stehen wieder auf der staubigen Straße in der Mittagssonne – 30°C, die Sonne brennt, auf geht´s Palmeira zu entdecken!

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Wir verlassen Europa – auf zu den Kape Verden

… oder anders gesagt, wie aus geplanten 6 -7 Seetagen auch schnell 10 werden können.

Wollte ich unsere Überfahrt kurz zusammenfassen, dann wohl am Besten so: Wie viele Tage waren geplant: 6-7. Wie lange haben wir gebraucht: 10! Was war da los: wenig Wind, dann Flaute, dann Gegenwind (natürlich!), dann wieder Flaute, dann fast Flaute und Lütfchen gegenan, und schließlich nach 6 Tagen der ersehnte Nord-Ost-Passat. Was war der schlimmste Moment: Als wir nach 4 Tagen noch nicht mal 300 Meilen geschafft hatten und an Tag 3 ein Etmal von lächerlichen 55.1 sm stand! Was war der schönste Moment: puh, da gibt es viele. Vielleicht der, als eines Nachts ein riesiger Teppich von fluoreszierenden Algen (oder Krebsen/Plankton) um uns herum war und wir wie auf einer Wolke von tausenden kleinen leuchtenden Lampions über den Atlantik segelten. Zweitschönster Moment: Als der NO-Passat an Tag 6 einsetzt und wir ein Etmal von 147 sm schaffen. War`s schön: total, fast immer – also meistens. War`s anstrengend: definitiv! Würdet wir das wieder machen: unbedingt! Was ist das für ein Gefühl, es auf die Kape Verden geschafft zu haben: unbezahlbar!

so viel sei verraten, wir haben´s geschafft! So glücklich

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Der lange „Kurzaufenthalt“ auf Lanzarote

¡Hola, y muchos saludos desde Lanzarote!

Neben den Balearen (Mallorca) gelten die Kanaren als die zweitliebste Inselgruppe der reisefreudigen Deutschen. Daher gehe ich davon aus, dass der eine oder andere Leser, die Kanarischen Inseln schon selbst erkundet hat, wahrscheinlich sogar intensiver als wir das auf unserem ursprünglich kurz geplanten  aber mittlerweile deutlich längerem Zwischenstop zu den Kap Verden getan haben. Ich selbst war vor Jahren schon einmal hier,  allerdings auf der westlichsten Insel La Palma. Was soll man also spannendes schreiben, wenn die Destination bekannt und die Inseln viel besucht sind, getreu dem Motto “ kennste eine, kennste alle!“

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Wie wir auf den Mast kommen … weitere Pläne

Hallo!

In den Kommentaren zu irgend einem Beitrag wurde ich mal gefragt, wie unsere Aufstieghilfe zum Masttop funktioniert.

Vorab: Wir haben keine elektrische Winde und weder Claudi noch ich schaffen uns gegenseitig (in absehbarer Zeit) per Kurbeln in den Mast zu ziehen.

Nun gibt es ja verschiedene Systeme, die mehr oder minder gut funktionieren aber allesamt eins gemeinsam haben: Sie sind sehr teuer. Da Claudi sowieso klettern geht, lag nahe irgendwas aus dem Segment zu nutzen.

Die zwei Hauptteile bilden eine Steigklemme und ein GriGri:

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600 sm südwärts – Kanaren wir kommen

Am Donnerstag den 31.10. soll es also endlich weiter gen Süden zu den Kanaren gehen und damit die erste richtige Langfahrt über den Atlantik in Angriff genommen werden. Bisher hatte sich dafür kein stabiles bzw. konstantes Wetterfenster von geschätzen 5 – 6 Tagen ergeben. Im Moment steht ein relativ stetiges Hoch über Madeira, was zwar viel Wolken und Feuchtigkeit aber auch guten Westwind mit 12 – 15 kn mit sich bringt. Westlich der Biskaya braut sich allerdings ein deftiges Tiefdruckgebiet zusammen, welches zum Wochenende Starkwind und Sturm von 7 – 8 (später bis zu 11!) Windstärken in Nordspanien und Portugal hervorbringen soll. Ob und wie stark uns die Ausläufer treffen werden, wird sich zeigen ….

Vorhersage könnte kaum besser sein

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