Klarmachen zum Überwintern

Beim ersten mal ist es aufregend, beim zweiten mal fühlt man sich schon, wie ein alter Hase 😉

OK – Das war jetzt mehr als zweideutig: Ich rede natürlich von den nötigen Handgriffen, um ein Schiff ohne (Frost-) Schäden über den Winter zu bekommen.

Unser Krantermin war an einem Samstag – da bin ich leider nicht zum filmen gekommen. Es war recht viel Wind, Kälte und Regen gab es auch. Da es ein Zollhafen ist, wurde das Schiff an dem Tag auch nicht in die Halle gefahren. Strom gab es, Wasser nur bedingt.

Das Schiff war recht schnell draußen (auch Dank unserer Vorbereitung) und nun wollte ich gern noch den Rumpf saubermachen. In dem Hafen gibt es kein Wasser, außer eine Pumpe, die unter einem Blech vor sich hin-gammelt. Also habe ich mir mit Klebeband und Kabelbindern einen Adapter für meinen Hochdruckreiniger gebaut und so konnten wir den Rumpf saubermachen. Nach dem das geschehen war, habe ich gleich noch die ganzen Vergilbungen mit meinem selbst gekochten Antigilb entfernt (Kosten: ~2€ für 10l :D).

erwähnenswertes in Stichpunkten (Details folgen bald):

  • Bolzen von der Harken-Rolle ging nur mit dem Hammer raus
  • Toggle von Harken Rolle völlig ausgeleiert, ebenso der Bolzen
  • Mast-seitiger Teil vom Lümmelbeschlag noch ausgeleierter, als im Vorjahr
  • Schiffswelle ausgebaut für Umbau auf Faltpropeller
  • Opferanoden abgebaut
  • sämtliche Kissen abgezogen (für Reinigung der Bezüge)
  • Achterstagspanner abgebaut (soll umgebaut werden, damit man besser sitzen kann)
  • Display von der „Zauberkiste“ hat eine Macke
  • Waschbecken im Bug sollte mal neu (sieht einfach scheußlich aus!)
  • Fäkalientank ist wohl mittlerweile Pflicht, wenn man in die Karibik will – also Maß nehmen
  • Befestigung/Übergang vom Stevenrohr zur Stopfbuchse muß besser werden (+Stopfbuchse neu)
  • Antifouling muß neu
  • kleine Schmisse am Rumpf reparieren + müsste mal poliert werden
  • Verbindung Steuerrad zu Kette klappert (Passfeder ausgeleiert)

Eine Woche später bin ich dann noch mal zum Schiff, um den Rest zu erledigen.

Als erstes kam die Toilette und der Abfluß vom Kühlschrank dran. Danach die Maschine … die … die .. die natürlich nicht angesprungen ist. Mir war schon das Jahr über aufgefallen, daß der Anlasser immer müder wurde. Nun denn, so wie der Akku ausschaut, wird der schon ein paar Jahre seinen Dienst tun. Da ich so etwas schon vermutet habe, liegt natürlich mein 35mm² Starthilfekabel im Auto.

Als letzter Akt war die Trinkwasseranlage dran, inklusive meines kleinen Rituals 😉 Ich weiß nicht, wie andere das machen, oder ob es da bessere Methoden gibt – ich hab das letztes Jahr schon so gemacht und es hat super funktioniert. Die Mitarbeiter des Winterlagers haben auch den ganzen Tag Boote winterfest gemacht, aber so wie ich das mitbekomme habe, ging es da nur um die Maschine. Was ist denn z.B. mit dem Boiler? Ich brauche locker 30 Minuten, bis bei meinem 30l herausgelaufen sind…

Natürlich habe ich auch die o.g. Punkte weiterbearbeitet. Ich bin immer ganz gut damit gefahren, wenn ich mir soviel wie möglich (Boot-)Arbeit mit nach Hause genommen habe. Zu Hause hat man besseres Werkzeug, bessere Geräte, mehr Zeit, mehr Ruhe, bessere Kontakte und vor allem ist es wärmer.

Zu den Wartungsarbeiten kommt demnächst noch ein Beitrag

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