SilentWind 400+ Windgenerator ein kleiner Bericht (+Akkuwächter)

Dieser Beitrag soll vorerst der letzte zum Thema Stromversorgung sein und sich vorrangig um den Windgenerator SilentWind 400+, sowie Akkuwächter drehen.

Falls ich das Thema in einem späteren Video mal anschneide und Du nähere Informationen darüber suchst: Hier bist Du richtig!

Über meinen selbstgebauten Akkuwächter kann ich sehr gut prüfen, welche Quelle wieviel Strom/Leistung liefert. Ich kann den Strom von 4 Quellen messen (±20A bzw. ±30A) und den entnommenen Strom über den großen Shunt im Schiff messen. Der Meßbereich des Verbrauchershunts liegt momentan bei ±60A. Der interessierte Beobachter wird sich sicher fragen: „Warum ist der entnomme Strom negativ? Ist das nicht logisch?“. Ja und Nein 😉 In meinem Fall kann die entnommene Leistung auch positiv werden. Denn dieser Shunt misst indirekt auch die eingespeiste Energie der Maschine.

Wie man im Bild sieht, habe ich noch einen Solarlader übrig – da kommt also noch eine Zelle dran. Zudem hat der Windgenerator einen Hybridregler, der auch noch mal eine Zelle verträgt, das wäre dann Nummer 4. Logischerweise wird dieser Strom dann mit als „Wind“ zählen.

Dann kann man aber immer noch messen, wie viel der Generator, sowie die Solarzelle erzeugt, denn es gibt eine App für das Telefon 😉

Zudem hat der Akkuwächter auch noch eine Funktion, mit der man den mittleren Ladestrom und Leistung über bis zu 24h messen kann:

Wie geht das? Um den Beitrag nicht zu technisch zu machen, nur kurz erklärt:
Der kleine Atmega 328P hat 2kB Ram, von denen ich schon alleine etwa 1,5kB für das Programm benötige. Um jedoch einen vernünftigen Ringpuffer mit gleitendem Mittelwert zu erstellen, muß man sich die Einzelwerte merken, um sie bei Pufferüberlauf wieder abziehen zu können. Das bedeutet: Man braucht eine Art RAM. Nach einigem Suchen habe ich einen 3.3V RAM mit 256 kBit (ja Bit!) gefunden, den man über SPI ansteuern kann. Die Pagesize ist 8, 16 bzw. 32Bit. Das ist blöd, weil ich zwei 12 Bit Zahlen speichern muß. Das wäre eine Speicherverschwendung von 30% :/ Deshalb nehme ich eine Pagesize von 8 Bit und Teile die zwei 12 Bit Zahlen so, daß ich sie genau in 3 Byte speichern kann. So habe ich Platz für 3 Ringpuffer, 20 Minuten, 6 Stunden und 24 Stunden. Das hat auch seinen Sinn, denn ich möchte gern wissen, wie viel Energie ich pro Tag einspeise/entnehme. Die 6h sind für eine Teil-Tag-Messung, wie viel ich z.B. in der Nacht verbraucht habe. Und die 20 Minuten sind für die Messung der Spitzenlast.

Natürlich habe ich noch einen Fehler gefunden:
Die Differenzleistung hat wohl einen Vorzeichenfehler…

Also: Fix den Navigator aufmachen, Arduino ziehen, neues Programm drauf und wieder alles zusammenbauen.

Fertig – jetzt gibts erst mal nix mehr daran zu meckern 😉

Ich weiß: In dem Text ging es jetzt sehr wenig um den Windgenerator. Das wird aber jetzt im Video und Bild & Ton nachgeholt:

2 Antworten auf „SilentWind 400+ Windgenerator ein kleiner Bericht (+Akkuwächter)“

    1. Hallo,

      vielen Dank für den Bericht. Ich kenne das Problem mit den Magneten. Jetzt nicht vom Windgenerator, aber z.B. bei permanenterregten Generatoren von Fahrzeugen. Oft ist der Kleber zu spröde bzw. verliert seine Klebekraft ab ca. 150°C.
      Die Sache mit dem Laderegler ist natürlich sehr ärgerlich – ich vermute: Da der zweite gehalten hat, wurden kontruktive Änderungen durchgeführt. Oder ist Euch die Sicherung zum Bordnetz rausgeflogen? Den Laderegler muß man ja unbedingt mit einem größeren Akku betrieben. Ich finde die elektronische Abschaltung auch nicht so pralle, da die Leistung irgendwohin muß. Da wäre ein 3 phasiger Kurzschlußschalter sicherer.

      Aber mal 2 (vtl. dumme) Fragen:
      Warum habt ihr denn die Phasen des Silentwind nicht per Hand (mit einem Draht) kurzgeschlossen. Die Kontakte liegen am Laderegler ja offen. Da müsste man eigentlich mit einem dickeren Draht und 2 Sekunden Mut das Ding zum Stehen bekommen?
      Das bringt natürlich nix, wenn die Magneten davon geflogen sind 🙂 Habt ihr den Generator im Rigg installiert? (edit: ja – hab eben grad mal nachgeschaut) Ansonsten würde ich den einfach aus dem Wind drehen und das Ding steht sofort.

      Wir hatten mal einen Haufen Seegras am Strömungsruder und Claudi *hust* hat den Windgenerator mit dem Bootshaken angehalten. Beschädingungen gab es nicht, aber ein Blatt hatte es leicht verdrückt, sodaß eine unangenehme Unwucht entstand. Ich war zu faul erst runter zu gehen und hab das Teil an der Reißleine fix aus dem Wind gedreht um nach Schäden zu suchen.

      Ansonsten binde ich meinen Silentwind immer fest, wenn ich nicht an Bord bin, oder ein Sturmtief angesagt ist.

      Was für einen Generator nutzt ihr denn jetzt? Ich finde ja den Eclectic Energy D400 gut. Allderings ist der sehr teuer :/

      Gruß
      Martin

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