Der Plan ;)

Tach’schen,

ich wurde von mehreren Leuten gefragt, wie denn unsere Route aussehen soll.

Für mich war das logischerweise immer klar, aber ich kann die Frage verstehen 😉

Wenn man sich mit dem Thema beschäftigt, dann merkt man schnell, daß die Route (mit gewissen Abweichungen) immer gleich ist. Erst mal Richtung Süden, bis die Butter schmilzt und dann im Nordost Passat Richtung Westen. Wenn man das als Urlaub machen möchte, sollte man gewisse Regeln einhalten.

Diese sind:

Vor den Herbststürmen über die Biskaya, dann an der Küste von Spanien/Portugal und Afrika in den Ausläufern des Azorenhochs Richtung Süden, bis man in den Nordost Passat kommt. Mit dem sollte man etwa zum Jahreswechsel in der Karibik ankommen. Wir haben hier in Europa unsere Herbst-/Winterstürme, in der Karibik gibt es die Hurrikansaison. Die macht zwischen Januar und April Pause. Somit hat man in der Karibik ca. 4 Monate Zeit, bis man anfangen sollte nach Norden abzulaufen. Aber nicht direkt zu den Azoren, da kann man in die Roßbreiten kommen. Die Roßbreiten sind ein recht großes Gebiet mitten auf dem Atlantik, in dem schwache umlaufende Winde herrschen. Dieses Gebiet trägt seinen Namen, weil damals die Kolonialmächte mit ihren Segelbarkassen dort in wochenlange Flauten gerieten und aus Ermangelung an Wasser ihre Pferde über Bord geworfen haben.  Möchte man jetzt durch die Roßbreiten fahren wird empfohlen für mindestens 1000 Meilen Diesel dabei zu haben. Da ich die Selene aber nicht zu einem Tankschiff umbauen möchte und es zufälligerweise ein Segelboot ist, fällt das wohl aus.

Ich bin ehrlich: Die Rücktour wird „interessant“. Es gibt nicht wenige, welche die recht einfache Hintour machen und ihr Schiff in der Karibik verkaufen. Deshalb kann man dort auch recht große Schiffe für recht wenig Geld bekommen. Für mich stand aber vor allem die Rücktour von Beginn an im Fokus. Zu den Bermudas kann es eine Art „Gegenan-Gehacke“ werden und später muß man einen guten Mittelweg zwischen Flaute und Sturm zwischen dem Azorenhoch und den nordatlantischen Stürmen finden.

Von den Azoren soll es dann zurück zum europäischen Festland gehen und dann so zurück, daß ich spätestens am 01. Okotober 2020 wieder in die Arbeit einsteigen kann.

Ob das so klappt steht in den Sternen, denn jeder der Segeln geht weiß: „Erst mal kommt es anders.“ und zweitens: „Als man denkt“. So ist es auch schon mal passiert, daß ich meinen Chef von Bornholm aus angerufen habe, weil es mit dem Wind keine Chance gab pünklich wieder zu Hause zu sein. Bernd, Dank Dir für dein Verständnis.

Hier ist die geplante Route – so grob. Natürlich werden wir versuchen so viele Inseln und Buchten wie möglich anzulaufen. Welche? Das wird Neptun entscheiden.

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