Oh je .. mein erster Blog-Eintrag! Bin ich aufgeregt!

Eigentlich wollte ich mir nie ein Schiff kaufen. Wozu auch? Hier gibt es keine stehende Wasserfläche, die größer als 5m² ist. Was will man da mit einem Segelschiff?

Und Elbsegeln? Nein – das mit mir zu Eindimensional.

Wahrscheinlich bin ich deshalb jahrelang als Chartergast unterwegs gewesen. Sowohl auf Privat- als auch auf Charterschiffen. Interessant ist dabei die Divergenz im Zustand und Ausrüstung der Schiffe. Ich möchte damit nicht sagen, daß alle Charterschiffe schlecht sind – gerade in Griechenland wurde sich fleißig um die Schiffe gekümmert.

Dennoch ist es nicht das eigene Schiff – man hat Ideen, was man umbauen möchte und kann es nicht :/ Zu dem ich für mein Vorhaben sowieso ein eigenes Schiff benötige.

Also habe ich Anfang 2016 nach einem passenden Schiff gesucht. Viele gefunden, wenige angeschaut.

Im November 2016 bin ich dann nach Hamburg gefahren, um eine Dufour 4800 zu besichtigen.

 

Das Schiff befand sich natürlich im Winterlager und das Unterwasserschiff hat sofort bei mir einen positiven Eindruck hinterlassen. Ich möchte in diesem Beitrag nicht auf spezielle Dinge eingehen – Das Schiffsinnere hat bei mir jedoch einen guten Eindruck gemacht, obgleich Modernisierungen nötig sind.

Bilge war ungereinigt, etwas dreckig vom Duschwasser, aber hat mir auch gut gefallen.

Großsegel muß neu (zu alt), stehendes Gut muß neu (zu alt für Versicherung), Motor ölt minimal aus dem Ventildeckel, Funke ist nicht mehr Zulassungsfähig (kein DSC) und es muß einiges modernisiert werden. Dafür ist der Preis meiner Meinung nach in Ordnung und das Schiff ist erst mal so fahrbar.

Wenn man im Internet nach „Boot kaufen“ sucht, findet man schon ganz schön viel Quatsch. Mir liegt da immer noch die Redewendung „amerikanische Verhältnisse“ im Gedanken. Was man da alles beachten soll, Probefahren, Slippen, Kranen, Zerlegen, Gutachter, Videos machen, Ausrüstungsliste peinlich genau anfertigen.

Ganz ehrlich: Ich bin der Meinung mich ganz gut bei Maschinen, Elektrik und Segelbooten auszukennen. Nicht weil ich vorgebe ein Profi zu sein, sondern weil ich nun schon ein paar Jahre segeln gehe. Und als Segler ist man Elektriker, Tischler, Schlosser und Gas-/Wasser-/-Sch….

Also habe ich das gemacht, was man tun sollte, eine Nacht drüber geschlafen und auf meinen Bauch gehört.

Nun bin ich stolzer Besitzer einer Dufour 4800!

 

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